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Messenger-Nutzerzahlen für Österreich 2018 - WhatsApp als Nr.1

Eva Maria Möseneder | 30. Juli 2018

IP-Messaging hat den Alltag der Österreicher/innen im Sturm erobert: die Nutzung von WhatsApp & Co. rangiert inzwischen unter den beliebtesten drei Funktionen am Handy und wird nur vom Telefonieren und Fotografieren getoppt (Quelle: Mobile Communication Report). Auch immer mehr Unternehmen erkennen das Potential und bieten zusätzliche Kontaktkanäle via Messenger an.

Als einer der größten Business Messaging-Anbieter werden wir immer wieder gefragt, wie sich das Messaging in Österreich und international entwickelt und wie intensiv WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram usw. genutzt werden. Deshalb möchten wir hier aktuelle Statistiken und Reports zusammentragen. Lassen wir es Zahlen regnen!

 

Die Welt im Messaging-Fieber

Im April 2018 verzeichnete WhatsApp 1,5 Milliarden aktive Nutzer weltweit, der Facebook Messenger folgt knapp dahinter mit 1,3 Milliarden. Dahinter rangieren die asiatischen Anbieter WeChat und QQMobile und danach abgeschlagen Skype, Viber, Snapchat, LINE und Telegram (Quelle: Statista).

Weltweit beliebteste Messaging-Apps

(Bildquelle: https://www.statista.com/statistics/258749/most-popular-global-mobile-messenger-apps/)

Wie die nachfolgende Weltkarte zeigt, ist Messaging ein globales Phänomen. WhatsApp ist in 128 Ländern der Erde die klare Nummer 1, so auch in Österreich und Deutschland (Quelle: Global Digital Report 2018)

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(Bildquelle: https://digitalreport.wearesocial.com/)

Pro Tag werden weltweit 65 Milliarden Nachrichten alleine über WhatsApp versendet, 70 % davon werden innerhalb der ersten Minuten nach Empfang geöffnet. Durchschnittlich verbringen die User 28 Minuten pro Tag mit WhatsAppen (Quellen: Statista und Global Digital Report 2018).

WhatsApp Usage Shows No Signs of Slowing Down

(Bildquelle: https://www.statista.com/chart/13762/whatsapp-messages-sent-per-day/)

 

Wer in Österreich Messaging nutzt

Laut einer Studie der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH nutzen 73 % der österreichischen Bevölkerung ab 16 Jahren Messaging-Dienste für die Kommunikation. Das sind also rund 6,1 Millionen Österreicher/innen. Messaging ist in allen Altersgruppen verbreitet – am meisten naturgemäß bei den 16- bis 24-Jährigen mit 98 %, am wenigsten in der Altersgruppe der ab 75-Jährigen mit nur mehr 24 %.

Konkurrenz aus dem Netz OTT

(Bildquelle: https://www.rtr.at/de/inf/Konkurrenz_aus_dem_Netz_OTT)

Ein Blick nach Deutschland ergibt ein ähnliches Bild. Laut einer Studie des deutschen Digitalverbands Bitkom verwenden neun von zehn deutschen Internetnutzern Messenger-Dienste am Smartphone. Nach Altersgruppen aufgeteilt sind es 98 % bei den 14- bis 29-Jährigen, 94 % bei den 30- bis 49-Jährigen, 81 % bei den 50- bis 64-Jährigen und 70 % bei der Generation 65 Plus.

 

Der beliebteste Messaging-Dienst in Österreich: WhatsApp

Die österreichischen Messaging-Nutzer/innen orientieren sich am weltweiten Trend – 88 % geben WhatsApp ganz klar den Vorzug. An zweiter Stelle steht der Facebook Messenger mit 46 %. Doch auch kleinere Anbieter haben ihr Publikum: So halten 26 % dem Videotelefonie-Anbieter Skype die Treue, 13 % nutzen Snapchat zum Chatten, 5 % Viber und 4 % Telegram (Quelle: RTR).

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(Bildquelle: https://www.artworx.at/social-media-in-oesterreich-2017)

Laut MindTake Research nutz jeder zweite Smartphone-Nutzer mehr als einen Messaging-Anbieter. 30 % nutzen zwei Apps, 17 % drei Apps und 8 % kommunizieren sogar über mehr als drei Apps.

Bei den jungen Österreicher/innen sind fast alle auf WhatsApp vertreten, jede/r zweite nutzt außerdem den Facebook Messenger. Aber auch das Chatten über Snapchat oder Instagram sind gerade bei den 11-17-Jährigen sehr beliebt. Bei Snapchat sind die Nachrichten in das Format integriert und löschen sich selbst, genauso wie Bilder oder Videos, nach wenigen Sekunden. Generell fällt bei der Jugend ein Trend zu mehr Diversifikation und Nischen-Anbietern im Messaging-Bereich auf (Quelle: Saferinternet.at).

 

Warum User Messenger-Dienste nutzen

Messenger-Dienste sind schon längst über reine Chat-Apps hinausgewachsen, trotzdem bleibt das Versenden von Textnachrichten für 94 % der Nutzer die beliebteste Funktion. Mittlerweile ist es aber auch üblich, neben Bildern (85 %) auch Sprach- (27 %) und Video-Nachrichten (31 %) zu versenden (Quelle: MindTake Research).

Auch das Telefonieren über Messenger ist möglich und wird immer beliebter: 82 % der Messenger-Nutzer/innen geben an, dies bereits zu nutzen, 39 % davon intensiv (Quelle: RTR).

Der Hauptgrund für die Nutzung von Messengern ist die Möglichkeit, zu jeder Zeit in Kontakt zu bleiben, vor allem mit Freunden und Verwandten. Das zeichnet sich schon bei der Wahl der Messaging-App ab: Vier von fünf Nutzern ist es wichtig, dass Freunde und Familie den Messenger ebenfalls verwenden und auch, ob die Kollegen die App installiert haben, spielt eine Rolle (61 %).

Auch der unkomplizierte Kontakt zu Unternehmen via WhatsApp & Co. wird immer beliebter. Laut einer Studie des ECC Köln geben 9 von 10 der befragten Konsumenten an, über Messaging-Apps mit Unternehmen kommunizieren zu wollen.

 

Messaging für Unternehmen

Unternehmen können von den neuen Möglichkeiten durch Messenger-Dienste vielfältig profitieren. In erster Linie lassen sich schnell und direkt große Empfängergruppen, oder auch einzelne Kunden, am Smartphone kontaktieren.

  • Messaging wirkt direkt und persönlich
  • Kunden schenken Infos auf Ihrem Smartphone höhere Aufmerksamkeit
  • WhatsApp-Newsletter erreichen Öffnungsraten von bis zu 98 % innerhalb der ersten drei Minuten (Quelle: ubisend)

Lesen Sie dazu auch folgende Blogartikel: 6 gute Gründe, warum Sie jetzt WatsApp für Ihr Unternehmen nutzen sollten und Conversational Marketing: Wie Messenger das Customer Service revolutionieren

Neben den populären, neuen Messenger-Apps darf auf die vermeintlich „alte“ SMS nicht vergessen werden. Gerade im Business-Bereich florieren SMS-Dienste, weil hiermit besonders sicher und zuverlässig personalisierte Informationen übermittelt werden können (z.B. für Terminerinnerungen, Katastrophenwarnungen, Liefer- und Abholtermine, PIN-Codes usw.).

Hier können Sie sich einen Überblick zu den verschiedenen Messaging-Möglichkeiten in der Unternehmenskommunikation verschaffen: Mobile Messaging - Der direkteste Kanal zu den Kunden

 

Fazit:

Drei Viertel der Österreicher/innen nutzen Messaging-Apps, die beliebteste davon ist ganz klar WhatsApp. Dahinter rangieren, allerdings deutlich abgeschlagen, der Facebook Messenger und Skype. Bei den 11- bis 17-Jährigen sind neben WhatsApp Soziale Netzwerke wie Instagram und Snapchat zur direkten Kommunikation wichtig. Hier wird die Direktnachrichten-Funktion verwendet.

Messaging wird vor allem dafür genutzt, um mit Freunden oder der Familie in Kontakt zu bleiben. Kunden wünschen sich aber auch, mit Unternehmen über Messaging zu kommunizieren. Unternehmen sollten deshalb frühzeitig darauf setzen, zusätzliche Kontakt-Kanäle anzubieten, um ihre Kunden bestmöglich abzuholen. Wie das bereits andere machen, erfahren Sie in diesem Blogartikel: WhatsApp für Unternehmen: Die besten Beispiele aus 9 Branchen


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Über den Autor

Eva Maria Möseneder

Digital Marketing Assistant bei atms

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Über dieses Blog

Guter Kundenservice ist Ihnen wichtig? Super, uns auch! Deshalb beleuchten wir das Thema hier aus unterschiedlichen Perspektiven und geben Unternehmen Tipps für ihren erfolgreichen Kundendialog im Smartphone-Zeitalter.
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Sonja Schwarz, Digital & Content Manager | atms
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