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Machen Sie diese 10 Fehler in Ihrem WhatsApp-Marketing?

Lukas Baumgartner | 08. November 2017

Auf praktisch jedem Smartphone ist heute der Messenger-Dienst WhatsApp installiert. Selbstverständlich wollen viele Unternehmen von dieser Reichweite profitieren und erweitern ihre Kommunikationskanäle um die App. Was man dabei allerdings alles falsch machen kann, erfahren Sie in diesem Beitrag – natürlich inklusive Tipps, wie Sie es besser und einfacher machen.

Zum Thema WhatsApp finden Sie schon viele nützliche Anleitungen und Tipps auf unserem Blog. Der größte Vorteil von WhatsApp-Marketing ist ganz klar, dass Sie Ihre Kunden immer und überall direkt auf dem Smartphone erreichen können – in den meisten Fällen sogar über eine Push-Benachrichtigung direkt auf ihrem Display.

Gerade weil WhatsApp so ein direkter Kanal ist, wird schlechte WhatsApp-Kommunikation von den Usern erbarmungslos abgestraft - eine "Stop"-Nachricht und schon ist der Spuk am Smartphone vorbei. Damit Ihnen das mit Ihrem WhatsApp-Service nicht passiert, sollten Sie die Kommunikation über WhatsApp von Anfang an gut planen und stetig optimieren. Aus unserer Erfahrung als Anbieter der Messaging-Plattform WhatsATool by atms möchten Ihnen in diesem Artikel einige typische WhatsApp-Fehler genauer erläutern!

Speziell für die Optimierung Ihres WhatsApp-Newsletters empfehlen wir Ihnen übrigens diesen Blogartikel: 9 einfache Wege, Ihren WhatsApp-Newsletter zu optimieren
 

10 vermeidbare Fehler im WhatsApp-Marketing

1. Sie bieten kein Douple-Opt-In an.

Einen guten WhatsApp-Service erkennen Sie daran, dass dieser mit einem sogenannten Double-Opt-In-Verfahren angeboten wird. Das heißt, dass der Kontakt dem Empfang von Nachrichten in einem zweistufigen Verfahren aktiv zustimmt. Das hat natürlich den Vorteil, dass niemand ohne sein Wissen zu einem Service angemeldet werden kann. Folgende Schritte muss der Abonnent dafür durchlaufen:

  • Schritt 1: Der Kunde muss seine eigene Mobilnummer in einem Widget auf Ihrer Website eintragen.
  • Schritt 2: Nun wird eine Mobilnummer für das Service angezeigt, die der Kunde in seinen Handy-Kontakten abspeichern muss. Zusätzlich kann eine SMS mit den Anmeldedaten versendet werden, die dann nur mehr kopiert und nicht händisch eingetippt werden müssen - das erhöht die Anmeldequote deutlich!
  • Schritt 3: Der Kunde schreibt eine WhatsApp-Nachricht (z.B. mit "Start") an den eingespeicherten Kontakt. Die Registrierung ist erst dann abgeschlossen.

Mit speziellen Messaging-Tools wie WhatsATool by atms wird dieses Douple-Opt-In-Verfahren automatisch abgewickelt. Ihr Unternehmen ist damit datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite!
 

2. Sie nennen Ihren Unternehmensnamen in der Willkommens-Nachricht nicht.

Es kann leicht passieren, dass Ihren Kunden während des mehrstufigen Anmeldeprozesses zu Ihrem WhatsApp-Service etwas dazwischenkommt, sodass die Anmeldung nicht direkt abgeschlossen wird. Sie sollten deswegen immer darauf achten, dass Sie in der Willkommens-SMS den Namen Ihres Unternehmens angeben – so kann Ihr Kontakt Sie zuordnen und die Registrierung auch später noch abschließen.

Auch nach erfolgreicher Anmeldung sollten Sie in der Willkommens-Nachricht auf WhatsApp übrigens nicht vergessen zu sagen, wer Sie sind. ;-)

So machen Sie es richtig:

Willkommens SMS für WhatsApp Newsletter
(Quelle: Beispielscreenshot einer Willkommens-SMS)

 

3. Sie stellen Nachrichten trotz Abmeldung zu.

Ein Kontakt hat sich von Ihrem WhatsApp-Service abgemeldet, und Sie schicken ihm trotzdem noch Nachrichten? Das kann besonders peinlich, und dazu auch rechtlich bedenklich, werden! Achten Sie immer darauf, dass Sie wirklich nur Nachrichten versenden, die von Ihrem Kunden auch erwünscht sind. Mit einem Messaging-Tool wie WhatsATool by atms laufen die An- und Abmeldungen ganz automatisch ab – abgemeldete Kontakte werden einfach in Ihrer Empfängerliste deaktiviert und Sie laufen nicht Gefahr, unerwünschte Nachrichten zu versenden.
 

4. Sie verwenden zu große Mediendateien.

Wenn Sie z.B. riesige Bilder verschicken, wird entweder der Speicherplatz Ihrer Empfänger unnötig beansprucht – oder Ihr verwendetes Messaging-Tool versendet die Dateien gar nicht erst. Nachdem es selbst bei WhatsApp Einschränkungen gibt, gibt es diese natürlich auch bei Ihrem technischen Dienstleister. Bevor Sie Mediendateien versenden, klären Sie bitte unbedingt mit Ihrem Messaging-Anbieter ab, welche Einschränkungen es für Dateigrößen gibt.

Sollten Einschränkungen gegeben sein und Sie müssen zeitnah Ihre Aussendung vornehmen, kann dies sehr stressig werden. Wenn Sie wissen, welche Formate Sie verschicken dürfen, können Sie dieses Wissen gleich in Ihre Redaktionsplanung einfließen lassen.
 

5. Sie bespielen zu viele Channels mit zu wenig oder dem falschen Content.

Die richtige Mischung macht es aus! Bieten Sie Ihren Kontakten nur das an, was Sie auch wirklich leisten können. Es ist nicht besonders vorteilhaft, wenn Sie zu viele unterschiedliche Themenkanäle haben, jedoch keiner davon angenommen bzw. mit Content gefüttert wird.

Oft empfiehlt es sich, direkt bei Ihren Kontakten nachzufragen, ob zu viel oder zu wenig Content versendet wird. Diese Befragung kann über eine eigene Aussendung ganz einfach und schnell erledigt werden.

TIPP: An dieser Stelle können Sie bei Ihren Kontakten auch nachfragen, ob die Zeiten der Aussendungen für sie in Ordnung sind!

So machen Sie es richtig:

WhatsApp Newsletter mit Feedback richtig machen
(Quelle: Beispielscreenshot für eine User-Befragung)
 

6. Sie richten keine automatisierten Antworten ein.

Viele Unternehmen sagen, dass sie nicht die Ressourcen haben, um den Kanal WhatsApp neben E-Mail und Telefon zuverlässig zu servicieren. Natürlich muss dies an Ihre Kontakte kommuniziert werden, damit ihre Erwartungen nicht enttäuscht werden - denn WhatsApp ist natürlich grundsätzlich ein Dialogkanal! Wir empfehlen dazu eine automatisierte Nachricht, die versendet wird, sobald ein Kontakt eine Nachricht an Ihren WhatsApp-Service schickt.

Falls Sie zum Beispiel außerhalb der Geschäftszeiten nicht auf WhatsApp-Fragen reagieren, könnte eine vordefinierte Antwort, die nur für speziell definierte Zeiten gültig ist, so aussehen:

Automatisierte Antworten für WhatsApp Newsletter
(Quelle: Beispielscreenshot für eine automatisierte Antwort außerhalb der Geschäftszeiten)

TIPP: Sollten Sie weitere Keywords außer „Start“ und „Stopp“ eingerichtet haben, können Sie mit Hilfe der "DoNothing"-Regel bei WhatsATool by atms ganz einfach Ausnahmen erstellen, sodass bei diesen vordefinierten Keywords im Text keine automatisierte Nachricht versendet wird.

Automatische Antworten per WhatsATool by atms
(Quelle: Screenshot Auto-Antworten-Verwaltung WhatsATool)
 

7. Sie deaktivieren Antwort-Regeln vor Aktionen nicht.

Sie haben nun also eine automatisierte Antwort-Nachricht eingestellt – und planen eine Aktion, bei der die Empfänger z.B. mit einem bestimmten Wort antworten sollen? Vergessen Sie nicht, davor die Antwort-Regel zu deaktivieren! Sonst kann es zu einem Datenstau und verzögerter Geschwindigkeit beim Senden und Empfangen kommen.

WhatsApp ist ein sehr schnelles Medium – ein Großteil der Nachrichten wird innerhalb von wenigen Minuten gelesen. Wenn Ihre Kontakte also antworten sollen, werden sie das wahrscheinlich kurze Zeit nach Ihrer Aussendung alle gleichzeitig tun. Sie können die automatisierte Antwort entweder über die „DoNothing“-Regel für das Keyword der Aktion (siehe Punkt 6) oder händisch für den Zeitraum der Aktion deaktivieren.
 

8. Sie testen Ihre Nachrichten nicht.

Jeder kennt es: Man schreibt einen Text und ist sich zu 1.000 % sicher, dass keine Fehler enthalten sind. Im Anschluss versendet man die Nachricht und entdeckt die gefürchteten Fehler. In den meisten Fällen ist es nun zu spät und die Nachricht kann nicht mehr aufgehalten werden.

Damit Sie Ihre WhatsApp-Nachricht besser überprüfen können, versenden Sie Ihren „Newsletter“ als Test nur auf Ihr eigenes Smartphone. Eventuell können Sie so noch den einen oder anderen Fehler entdecken. Besonders bei der Wahl der Emojis ist es sehr hilfreich, wenn Sie sehen, wie die Nachricht auf einem Endgerät aussieht.

TIPP: Kopieren Sie Texte nicht direkt aus Microsoft Word in Ihr Messaging-Tool. Wie bei den meisten CMS-Programmen, kann es sein, dass dadurch zusätzliche bzw. unnötige Leerzeichen und Absätze hinzugefügt werden. Tippen Sie Ihre Nachrichten daher entweder direkt in die Online-Maske ein oder kopieren Sie Texte aus Microsoft Word zuvor in den Microsoft Editor, wo alle Formatierungen automatisch gelöscht werden, und von dort in das Tool!

WhatsApp Nachrichten testen um unschöne Abstände zu vermeiden
(Quelle: Beispielscreenshot mit unnötigen - und so sicher nicht gewollten - Absätzen)
 

9. Sie haben keine Abschieds-Nachricht für „Stopp“ definiert.

Ein WhatsApp-Dienst ist wie ein E-Mail-Newsletter zu sehen. Es ist daher nicht unüblich, dass sich Ihre Kontakte nach einiger Zeit wieder abmelden. Hinterlegen Sie eine nett formulierte Nachricht als Antwort auf das Keyword „Stopp“, um trotzdem einen guten Eindruck zu hinterlassen.

TIPP: Bei WhatsATool by atms wird beim Einrichten eines Accounts gleichzeitig das Wort „Start“ als Keyword definiert. Wenn Sie dieses Keyword in der Nachricht für „Stopp“ angeben, können Sie Kontakte fürs NOCHMALIGE Anmelden begrüßen, wie z.B. mit „Vielen Dank für die nochmalige Anmeldung! Ab jetzt erhalten Sie wieder alle Informationen von Unternehmen XY.“

So machen Sie es richtig:

Klare An- und Abmeldeprozesse für Newsletter definieren
(Quelle: Beispielscreenshot für eine Abmelde-Nachricht)
 

10. Sie nutzen die Möglichkeiten der Formatierung nicht.

Zu guter Letzt wollen wir Ihnen auch noch einen Formatierungs-Trick ans Herz legen, sodass Sie Ihre Nachrichten besser hervorheben können. Bis jetzt sind die Formatierungsmöglichkeiten im WhatsApp-Text noch beschränkt, aber mit diesem Wissen sind Sie Ihrem Mitbewerb noch um einiges voraus. Mit folgenden Befehlen ist es möglich, Ihren Nachrichten mehr Ausdruck zu verleihen:

  • kursiv: _text_
  • fett: *text*
  • durchgestrichen: ~text~

So machen Sie es - wie die Gemeinde Hennersdorf - richtig:

Richtiges Formatieren von WhatsApp Newslettern Beispiel Gemeinde Hennersdorf
(Bildquelle: Screenshot WhatsApp-Service Gemeinde Hennersdorf)

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem WhatsApp-Marketing und beantworten gerne Ihre Fragen dazu!

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Über den Autor

Lukas Baumgartner

Product Manager Mobile Services bei atms

Kommentar

Über diesen Blog

Guter Kundenservice ist Ihnen wichtig? Super, uns auch! Deshalb beleuchten wir das Thema hier aus unterschiedlichen Perspektiven und geben Unternehmen Tipps für ihren erfolgreichen Kundendialog im Smartphone-Zeitalter.
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Autoren

Sonja Schwarz, Digital & Content Manager | atms
Markus Buchner | atms
Eva Maria Möseneder | atms
Markus Mayr | atms
Christian Rupitsch | atms
Katrin Wagner | atms
Lukas Baumgartner | atms
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