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So intensiv nutzen die Österreicher ihr Smartphone 2018

Sonja Schwarz | 02. Oktober 2018

Dreieinhalb Stunden widmet der durchschnittliche Österreicher täglich seinem geliebten Smartphone - es prägt den Alltag vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Nur ein Drittel der Befragten könnte mehrere Tage auf das Handy verzichten. Zu diesen Ergebnissen kommt der brandaktuelle Mobile Communications Report 2018, der jedes Jahr die mobilen Nutzungsgewohnheiten der Österreicher erhebt.

Bereits 96 Prozent der Österreicher/innen bis 69 Jahre nutzen laut dem Mobile Communications Report 2018, der zusammen von MMA Austria und MindTake Research jährlich herausgegeben wird, ein Smartphone. 94 Prozent der Smartphone-Nutzer surfen mit ihrem Gerät regelmäßig im Internet, bei den jüngeren Altersgruppen sind es, wenig überraschend, 100 Prozent. Das beliebteste Betriebssystem bleibt unangefochten Android (65 Prozent) vor Apple iOS (24 Prozent). Auf jedem Smartphone sind durchschnittlich 27,5 Apps installiert.

Die tägliche Handynutzung liegt durchschnittlich bei 3,4 Stunden - die Wiener nutzen ihr Smartphone allerdings intensiver (3,7 Stunden täglich) als etwa die Vorarlberger oder die Salzburger (2,8 Stunden täglich). Böse Zungen könnten nun behaupten, ... (interpretieren Sie selbst!). ;-)

Zentrale Ergebnisse der Studie im Überblick:

  • 96 Prozent der Österreicher/innen bis 69 Jahre nutzen ein Smartphone
  • 94 Prozent surfen mit ihrem Smartphone im Internet
  • Die tägliche Handynutzung liegt bei durchschnittlich 3,4 Stunden - hier gibt es allerdings ein deutliches Ost-/West-Gefälle
  • 71 Prozent greifen bereits direkt nach dem Aufstehen zum Smartphone (z.B. um WhatsApp-Nachrichten oder E-Mails zu checken)
  • Nur 31 Prozent könnten mehrere Tage auf ihr Handy verzichten
  • Trotz zahlreicher neuer Kanäle: Das Telefonieren bleibt die meist genutzte Handyfunktion


Für die repräsentative Studie wurden im Frühjahr/Sommer 2018 1.001 österreichische Internet-Nutzer/innen zwischen 15-69 Jahren befragt.

Studie Mobile Kommunikation in Österreich
Quelle: Mobile Communications Report 2018, MMA Austria


Telefonieren bleibt die wichtigste Handyfunktion, Messaging holt weiter auf

Die meist genutzten Smartphone-Funktionen der Österreicher/innen sind laut Studie in dieser Reihenfolge:

  1. Telefonieren
  2. Fotografieren
  3. Instant Messaging wie WhatsApp
  4. Internet surfen
  5. E-Mail
  6. Wecker

Dass das Telefonieren, vor allem auch in der Kommunikation zwischen Kunde und Unternehmen, nicht an Wichtigkeit verliert, deckt sich auch mit unseren Erkenntnissen: 65 Prozent der österreichischen Konsument/innen suchen bei dringenden Fragen oder Problemen den telefonischen Kontakt, für 44 Prozent bleibt das Telefongespräch überhaupt die bevorzugte Kontaktform zu Firmen und Behörden.

Auch die hohe Beliebtheit von Messaging-Anwendungen wie WhatsApp und SMS können wir aus unserem täglichen Geschäftsalltag nur bestätigen. Informationen, Angebote und Beratung via Messaging werden von den Kunden zunehmend nachgefragt. Welche österreichischen Unternehmen und Organisationen hier bereits besonders erfolgreich agieren, können Sie zum Beispiel hier nachlesen: WhatsApp für Unternehmen: Die besten Beispiele aus 9 Branchen

 

Verzicht auf das Handy fällt schwer

Das Smartphone begleitet den Alltag der Österreicher/innen vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, so die Studie: 29 Prozent verwenden ihr Handy nach dem Aufwachen noch direkt im Bett, 42 Prozent gleich nach dem Aufstehen - z.B. um SMS-/WhatsApp-Nachrichten (43 Prozent), E-Mails (30 Prozent) oder Social Media-Kanäle (22 Prozent) zu checken.

Der Verzicht auf das Handy fällt den meisten Nutzer/innen daher umso schwerer: 9 Prozent wollen gar nicht mehr auf ihr Smartphone verzichten. 10 Prozent können 1-2 Stunden, 23 Prozent maximal einen halben Tag ohne Handy sein. Nur knapp ein Drittel könnte mehrere Tage die Finger vom Handy lassen.


Das Smartphone als Shoppingtool

Die Beliebtheit von Mobile Shopping nimmt in Österreich weiter zu, vor allem bei den jüngeren Smartphone-Nutzer/innen: 69 Prozent der 15- bis 29-Jährigen haben zumindest schon einmal via Smartphone ein Produkt gekauft. Die beliebteste Kategorie ist hier Bekleidung/Schuhe, gefolgt von Elektronik und Reisen.

Aber auch wenn es nicht immer direkt zum Kauf kommt, ist das Smartphone ein sehr wichtiges Tool für die Kaufentscheidung66 Prozent der mobilen Internetnutzer/innen haben in den vergangenen sechs Monaten Preise von Produkten recherchiert und verglichen, 65 Prozent haben nach einem Shop oder einer Filiale gesucht bzw. Informationen zu einem Produkt oder Service recherchiert.

Das gilt auch für den stationären Handel, wo das Smartphone immer öfter direkt im Geschäft gezückt wird, um Preise zu vergleichen (33 Prozent) oder sich über Aktionen und Sonderangebote zu informieren (27 Prozent). 25 Prozent versuchen auch im stationären Geschäft einen günstigen Preis zu bekommen und 34 Prozent kaufen nur dann vor Ort, wenn das Produkt nicht wesentlich mehr kostet. „Research online, purchase offline“ ist als genereller Trend zu beobachten.

Tipps, wie mobile Kanäle wie WhatsApp im Handel eingesetzt werden können, haben wir hier zusammengefasst: WhatsApp im Handel: So kurbelt die Messaging-App Ihre Umsätze an


Das Smartphone als EinkaufsberaterQuelle: Mobile Communications Report 2018, MMA Austria


Fazit:

Der Mobile Communications Report 2018 zeigt einmal mehr, wie sehr sich das Smartphone in unserem Leben verankert hat, wie viele Dinge wir damit bereits erledigen - und wie schwer der Verzicht ist.

Studienleiter Klaus Oberecker von MindTake Research sagt abschließend dazu:

„Heuer erscheint die 12. Ausgabe des Mobile Communications Report: Es ist faszinierend, zu sehen, wie sich die Nutzung des Mobiltelefons über diesen vergleichsweise kurzen Zeitraum von gerade einmal zwölf Jahren derart fundamental verändert hat.“

 

Über den Autor

Sonja Schwarz

Digital & Content Marketing Manager bei atms

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Über diesen Blog

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