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Ping-Anrufe: So schützen Sie Ihr Unternehmen vor Abzocke am Telefon

Christian Rupitsch | 25. April 2018

Ping-Anrufe – ein alter Trick, der immer noch funktioniert und auch für Unternehmen erhebliche Kosten verursachen kann.  Aus aktuellem Anlass zeigen wir Ihnen hier, woran Sie einen Ping-Anruf erkennen und wie Sie sich als Unternehmen schützen können.

In einer Pressemitteilung vom 08.01.2018 warnt die Österreichische Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH, kurz RTR, vor Ping-Anrufen. Der RTR wurden seit Anfang 2018 in Österreich verstärkt Ping-Anrufe gemeldet. Besondere Achtsamkeit wird daher empfohlen! Aktuell verdächtige Rufnummernbereiche werden von der RTR hier gesammelt. Momentan auffällig sind vor allem Nummern, die mit 00882 (+882) und 00883 (+883) beginnen (Stand Mai 2018 - weitere Informationen).

Bei Ping-Anrufen, auch Lockanrufe genannt, erhält man in der Regel einen sehr kurzen Anrufversuch, der sofort wieder beendet wird. Das Telefon läutet zumeist nur einmal. Das alleine reicht aber schon aus, dem angerufenen Teilnehmer einen verpassten Anruf am Endgerät anzuzeigen. Betätigt dieser nun die Rückruftaste am Telefon, läuft er oder sie Gefahr eine teure Mehrwertnummer, zu teuren Satelliten-Telefonen oder ins (ferne) Ausland anzurufen. Das kann zu Kosten von mehreren Euro pro Minute führen.

Zeichen, die auf einen Ping-Anruf hindeuten:

  • Einmaliges Klingeln: Die Anrufer wissen, dass fast niemand so schnell an das Telefon geht. Sie setzten darauf, dass der Angerufene aus Neugierde oder Höflichkeit selbst zurückruft.
  • Vermehrte Anrufe unbekannter Nummern: Wenn Sie auf Ihrem Firmenhandy vermehrt Anrufe unbekannter Nummern bekommen, müssen das keine Ping-Anrufe sein. Haben Sie aber Ihre Telefonnummer weder auf der Website, noch auf Ihrer Visitenkarte angegeben, sollten Sie sich den Anruf auf jeden Fall genauer anschauen. Oft hilft eine einfache Google-Suche um herauszufinden, ob hinter dem Anrufer ein Kunde oder Geschäftspartner steckt.
  • Nummern aus dem Ausland: Wenn Sie eine nicht österreichische/deutsche Nummer in Ihrer Anrufliste erkennen, sollten Sie bevor Sie rückrufen überlegen, ob Sie berufliche Kontakte in diesem Land pflegen. Anrufe aus Südamerika sind für Sie höchstwahrscheinlich wenig relevant, wenn Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen nur im D-A-CH- Raum anbieten.
  • Leere Sprachbox: Der Anrufer macht Sie gezielt neugierig. Wenn Sie jemand wirklich erreichen möchte, wird derjenige Ihnen eine Nachricht mit weiteren Informationen auf der Mailbox hinterlassen oder Sie zu einem anderen Zeitpunkt kontaktieren und Ihnen dabei genügend Zeit zum Abheben geben.

In obig genannten Fällen raten wir Ihnen zur Vorsicht, sehen Sie gegebenfalls von einem Rückruf ab!

Verdächtige Rufnummern melden!
Haben Sie verdächtige Anrufe bekommen, können Sie diese der RTR-Meldestelle Rufnummernmissbrauch (Österreich) oder der Bundesnetzagentur (Deutschland) melden.

 

So können Sie Ihr Unternehmen schützen:

Unternehmen mit professioneller Telefonanlage können sich durch das Feature Blacklisting vor ungewollten Kosten schützen. Dabei ist es egal, ob Sie von Lockanrufern am Festnetz oder am Firmenhandy mit VoIP-App angerufen werden.

1. Inbound-Blacklisting von festgelegten Destinationen

Zu Beginn ist es sinnvoll den Lockanrufer gar nicht zu Ihnen durchzulassen. So besteht keine Gefahr der Anzeige eines verpassten Anrufs. Erstellen Sie deshalb Sperrlisten, sogenannte Blacklists, für Ihr Unternehmen. Damit verhindern Sie, dass Sie eingehende Anrufe, aus den von Ihnen festgelegten Destinationen, erreichen.

Unser Tipp: Wenn Sie zum Beispiel keine Geschäftspartner und Kunden im asiatischen Raum haben, bietet es sich an, Anrufe aus dieser Destination zu sperren.

 

2. Outbound-Blacklisting von teuren Mehrwertnummern

Über eine Sperre von ausgewählten Destinationen hinaus, macht es generell Sinn für Unternehmen, teure Mehrwertnummern zu sperren. Mitarbeiter können so keine Mehrwertnummern anrufen oder Anrufe auf Ihre Durchwahlen an derartige Nummern weiterleiten.

Wenn Sie beispielsweise kostenpflichtige Dienstleistungen wie technischen Support nutzen möchten, können Sie die jeweilige Mehrwertnummer auf eine Whitelist, also eine Liste von erlaubten Nummern, setzen. So können Sie auch ausgewählte kostenpflichtige Services nutzen.

3. Erstellung von Rufprofilen

Rufprofile ermöglichen dem Administrator des Unternehmens individuelle Black- und Whitelists zu erstellen. Dort können verschiedene Destinationen und Mehrwertnummern gesperrt werden oder gezielt einzelne Destinationen oder Services freigegeben werden. Dieses einmal erstellte Profil wird dann Firmenmitarbeitern zugeordnet.

Unser Tipp: Erstellen Sie eigene Rufprofile für einzelne Mitarbeiter, Abteilungen oder ganze Standorte, um die jeweiligen Anforderungen zu erfüllen, dabei aber so viele Destinationen und Mehrwertnummern wie möglich auszuschließen.

 

Wir beraten Sie gerne!

Mittels Black- und Whitelisting können Sie Ihr Unternehmen unkompliziert vor Ping-Anrufen schützen. Wenn Sie mehr Informationen zum Thema Sicherheit Ihrer Telefonanlage möchten, sind unsere Experten gerne für Sie da!

Rufen Sie uns kostenlos unter 0800 240 40 10 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service@atms.at.

Möchten Sie auf eine VoIP-Telefonanlage umsteigen? Mit unserer kostenlosen Checkliste sind Sie perfekt vorbereitet:New Call-to-action

Über den Autor

Christian Rupitsch

Product Manager Voice Services bei atms

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Über dieses Blog

Guter Kundenservice ist Ihnen wichtig? Super, uns auch! Deshalb beleuchten wir das Thema hier aus unterschiedlichen Perspektiven und geben Unternehmen Tipps für ihren erfolgreichen Kundendialog im Smartphone-Zeitalter.
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Autoren

Sonja Schwarz, Digital & Content Manager | atms
Markus Buchner | atms
Eva Maria Möseneder | atms
Markus Mayr | atms
Christian Rupitsch | atms
Katrin Wagner | atms
Lukas Baumgartner | atms
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