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8 Regeln für erfolgreiche WhatsApp-Newsletter

Sonja Schwarz | 11. November 2015

Auch „WhatsAppen“ will gelernt sein. Was ist beim Versand von WhatsApp-Nachrichten an Kunden oder Leser zu beachten – rechtlich und inhaltlich? Wie Sie als Unternehmen WhatsApp richtig einsetzen, ohne gegen Nutzungsrichtlinien zu verstoßen oder Ihre Abonnenten zu vergraulen, erfahren Sie in diesem Artikel!

WhatsApp für Unternehmen: Tolle Möglichkeiten

Weltweit nutzen über 1 Milliarde Menschen WhatsApp. Über drei Viertel der Smartphone-User in Österreich und Deutschland sind bei dem beliebten Instant Messenger angemeldet. Mittlerweile wird WhatsApp für die Kommunikation sogar lieber genutzt als Facebook (Quelle: MindTake Research). Diese Eigenschaft macht WhatsApp natürlich zu einer attraktiven Plattform für Unternehmen, um Kunden persönlich zu erreichen und vor allem eine mobile und junge Zielgruppe anzusprechen.

Kein Wunder also, dass die App in letzter Zeit auch immer mehr im geschäftlichen Bereich genutzt wird. Vorreiter sind hier Zeitungen und Online-Medien, die den Messenger-Dienst nutzen, um ihre regelmäßige Reichweite zu erhöhen, Leser rasch zu informieren und dadurch eine höhere Leser-Blatt-Bindung herzustellen. Doch sind die Möglichkeiten von WhatsApp längst nicht auf die Medienbranche beschränkt. Je nach Kommunikationsverhalten der eigenen Kunden, kann praktisch jedes Unternehmen/jede Organisation zum „WhatsApper“ werden.

WhatsApp kann als Infokanal dabei auf drei Arten genutzt werden:

  • Als Newsletter
    Laufend oder punktuell (z.B. Rabatte, Events)
  • Als Service- und Support-Kanal
    Bei Fragen, Beschwerden oder sonstigen Problemen
  • Als Gruppenchat
    Für Gewinnspiele (z.B. Chat mit einem Promi)
     

WhatsApp-Newsletter richtig einsetzen

Der größte Vorteil von WhatsApp für Unternehmen ist, dass man seine Zielgruppe innerhalb weniger Minuten erreichen kann. Das ist über andere Kommunikationskanäle nicht immer möglich. Fast alle WhatsApp-Nachrichten werden geöffnet - und das meist nur Sekunden nach dem Empfang.

Interessierte Empfänger werden umgehend auf aktuelle Themen aufmerksam gemacht, die Bindung zwischen Kunde und Unternehmen wird erheblich verstärkt. Nebenbei macht WhatsApp den Kontakt entscheidend persönlicher und kann zu einem Dialog führen.

Da WhatsApp aber nach wie vor ein sehr privates Medium ist, gilt es, einige Regeln beim Versand von WhatsApp-Newslettern zu beachten. Denn sonst sind die mühevoll gewonnenen User schnell wieder weg!

WhatsApp-Newsletter Beispiel Zotter
Hier wird vieles richtig gemacht: Für die
Zotter Schokoladen Manufaktur zahlt sich
der wöchentliche WhatsApp-Newsletter aus

 

8 nützliche Tipps für Unternehmen auf WhatsApp

Um seine Kunden nicht zu überfordern oder abzuschrecken, ist die sensible und vor allem persönliche Ansprache für den Erfolg von WhatsApp-Newslettern entscheidend. Mit diesen 8 Tipps kann für Unternehmen auf WhatsApp eigentlich nichts mehr schief gehen:

1. Zustimmung des Empfängers einholen

Bei einem WhatsApp-Newsletter handelt es sich, genauso wie bei einem E-Mail-Newsletter, um elektronische Post. Er fällt unter dieselbe europäische Gesetzgebung: Der Empfänger muss dem Versand von Nachrichten zustimmen. Das geschieht meist über die Speicherung der Nummer des Unternehmens in den eigenen Kontakten sowie das Schicken einer Opt-In-Nachricht an das Unternehmen, wie z.B. „Start“ per WhatsApp-Nachricht oder Online-Formular. Speichern Sie diese Anmeldungen am besten als Screenshots ab.

Weiters muss auf das Widerrufsrecht hingewiesen werden: Zumindest bei der Anmeldung, im Idealfall auch in jedem versandten WhatsApp-Newsletter, muss dem User mitgeteilt werden, dass er sich jederzeit wieder vom Newsletter abmelden kann – durch eine Abmelde-Nachricht (z.B. „Stop“) und das Löschen der Nummer des Unternehmens aus den eigenen Kontakten.

2. In der Kürze liegt die Würze

Es ist wichtig, die Inhalte Ihrer WhatsApp-Nachrichten möglichst kurz und simpel zu halten. Die Abonnenten wollen keine zeilenlangen Texte am Smartphone durchlesen - dafür ist WhatsApp das falsche Medium. Am besten ist es, die zu übermittelnden Informationen mit ein paar Weblinks in kurze, prägnante Inhalte zu packen, z.B. nach diesem Aufbau:

  • Einleitungssatz
  • Headlines und dazugehörige Links
  • Abschiedssatz

Bieten Sie den Usern Appetithäppchen an, und servieren Sie erst über die mitgeschickten Links die Hauptmahlzeit. Auch Emojis dürfen gerne verwendet werden!

3. Auf die optimale Frequenz achten

Kunden reagieren besonders auf WhatsApp sehr sensibel auf die Anzahl der Nachrichten, die an sie versendet werden. Daher gilt: Nicht übertreiben! Es ist wichtig, dass Ihre Kunden nicht mit zig Nachrichten überschüttet werden, da so ein Überangebot an Messages schnell nervig wird und sich User dadurch belästigt fühlen. Dies führt mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu, dass sich Ihre Kunden von Ihrem Service wieder abmelden!

Anbieter, die zwei bis drei Nachrichten am Tag versenden, haben die geringsten Abmelderaten: Sie liegen bei dieser optimalen Anzahl größtenteils unter 10 %. Mit der Steigerung der Frequenz steigt auch die Anzahl der Abmeldungen. Ist der ideale Rhythmus einmal gefunden, vermehren sich auch die Klickzahlen. Hier gilt genauso: Je niedriger die Anzahl der Nachrichten, desto höher die Klickraten. In Tests wurde die maximale Zahl an Klicks ebenfalls beim Versenden von zwei bis drei Nachrichten pro Tag erreicht. Natürlich müssen Sie die optimale Frequenz speziell für Ihr Unternehmen und Ihre Zielgruppe selbst herausfinden!

4. Werbung auf WhatsApp geschickt verpacken

Grundsätzlich gilt, dass jeder Anbieter eines WhatsApp-Services selbst die Verantwortung für den Inhalt seiner Nachrichten trägt. Die Nutzungsrichtlinien von WhatsApp erlauben eine kommerzielle Nutzung durch Firmen. Im Originalwortlaut heißt es dort: „Wir werden dir und Dritten, wie z. B. Firmen, gestatten über WhatsApp miteinander zu kommunizieren, beispielsweise über Informationen zu Bestellungen, Transaktionen und Terminen, Liefer- und Versandbenachrichtigungen, Aktualisierungen von Produkten und Dienstleistungen und Marketing.“

Nun ist es kein Geheimnis, dass sich die Konsumenten von reinen Werbebotschaften zunehmend genervt fühlen. Eine „STOP“-Nachricht auf WhatsApp genügt - und schon ist der Nutzer wieder von Ihrem Service ausgetragen. Wir empfehlen daher, WhatsApp primär als Info- und Servicekanal und nicht als Werbekanal zu nutzen! Verlinken Sie beispielsweise nicht einfach nur auf neue Produkte, sondern stattdessen z.B. auf einen Blogbeitrag über diese Produkte oder nützliche Zusatzinfos.

Launch Info per WhatsApp
Douglas informiert seine Kunden per WhatsApp über den Verkaufsstart der beliebten Marke Hourglass.

5. Die richtigen Themen wählen

Bei der Nutzung von WhatsApp-Services sollten Sie immer nur relevante Messages zuschicken, für die sich der Empfänger auch wirklich angemeldet hat. Hier ist es besonders wichtig, dass das Thema der Nachricht auch dem Thema entspricht, das der Nutzer erwartet. Wenn ein Kunde sich beispielsweise für den Ticker einer Sportveranstaltung anmeldet, sollte man ihn auf keinen Fall mit Nachrichten aus der Politik bedrängen. Sonst wird Ihr Kunde sich schnell vom WhatsApp-Service abmelden, und eventuell ein getrübtes Bild von Ihrem Unternehmen haben.

Tipp: Am besten zeigen Sie den Nutzern schon vor der Anmeldung, welche Nachrichten sie erwarten können, indem Sie Beispiele geben. Ein nützliches Mittel dafür wäre eine kurze FAQ auf der Anmeldeseite.

Rezepte per WhatsApp erhalten
Fitmeals beschickt seine Abonnenten regelmäßig mit gesunden Rezepten via WhatsApp.

6. Themen-Channels nutzen

Unternehmen, die mehrere Themen, Branchen oder Produktgruppen anbieten, sollten auf jeden Fall einzelne Channels daraus machen, die auch einzeln abonniert werden können. So kann jeder User selbst entscheiden, ob und welche Nachrichten-Channels er oder sie von Ihnen beziehen will (z.B. Sport, Politik, Wirtschaft, Wetter, etc.).

7. Ist Ihr WhatsApp-Newsletter wirklich hilfreich?

Behalten Sie im Kopf, was die Vorteile für das Verwenden von WhatsApp für Ihr Unternehmen ist. Ist es hilfreich? Profitiert mein Unternehmen davon? Profitieren meine Kunden davon? Zahlt es sich überhaupt aus und haben wir die notwendigen Ressourcen für einen weiteren Informations- und Service-Kanal?

Schließlich ist das Verwenden von WhatsApp-Services nicht für jede Branche und jedes Unternehmen geeignet. Auch der Beweggrund für die Verwendung ist von Bedeutung: Verwendet man WhatsApp, weil es sinnvoll ist, oder weil man einem neuen Trend hinterherläuft? Dies sind Fragen, die jedes Unternehmen für sich selbst beantworten muss! Eine Liste an Branchen, für die WhatsApp besonders gut geeignet ist, finden Sie in unserem Artikel Best Practice: Die 8 besten Beispiele für erfolgreiche WhatsApp-Services. 

8. Professionelle Tools verwenden

Zuallererst sollten Sie ein eigenes Firmenhandy mit eigener Nummer und SIM-Karte für das WhatsApp-Service Ihres Unternehmens verwenden. Dieses Smartphone muss rund um die Uhr eingeschalten sein, und pro SIM-Karte können nur 499 Kontakte beschickt werden – sonst gilt Ihre Nachricht als Spam. Auch die redaktionelle Verantwortung für das Versenden und Beantworten der Nachrichten muss geklärt sein.

Die Selbst-Administration des Services wird bei hohen Nutzerzahlen aber schnell unübersichtlich oder langsam, da Sie ab dem 500. Kontakt ein weiteres Smartphone mit eigener SIM-Karte benötigen. Deswegen gibt es professionelle Tools wie WhatsATool von atms: Damit können Sie beliebig viele Kontakte beschicken – Ihre Kontaktliste ist unbegrenzt skalierbar. Das Tool übernimmt An- und Abmeldung, Segmentierung und Versand für Sie, und liefert außerdem Reports wie Öffnungs- und Klickraten.

Lesen Sie hier mehr über die Vorteile eines WhatsApp-Marketing-Tools.


Einfach und günstig WhatsAppen mit WhatsATool

WhatsATool von atms zur professionellen Erstellung und Verwaltung von Broadcast-Listen auf WhatsApp nimmt ihnen viel Arbeit und Technik rund um das WhatsAppen ab. Wie es funktioniert, sehen Sie in unserem Erklärvideo:

WhatsATool wird auch von Kunden wie Hitradio Ö3, Zotter Schokoladen Manufaktur, TUI Österreich, Raiffeisen Bank oder Zeit im Bild für ihre WhatsApp-Newsletter verwendet. Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, Ideen und Tipps zum Thema WhatsApp finden Sie auf unserem Blog in der Kategorie Messaging!
 

Haben Sie Fragen?

Die atms-Spezialisten geben Ihnen gerne noch weitere Tipps für gelungenes Kundenservice und gekonntes Marketing via Messenger! Kontaktieren Sie uns.

Kostenlose Checkliste für die Planung eines WhatsApp-Kanals

Über den Autor

Sonja Schwarz

Digital & Content Marketing Manager bei atms

Kommentar

Über diesen Blog

Guter Kundenservice ist Ihnen wichtig? Super, uns auch! Deshalb beleuchten wir das Thema hier aus unterschiedlichen Perspektiven und geben Unternehmen Tipps für ihren erfolgreichen Kundendialog im Smartphone-Zeitalter.
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Autoren

Sonja Schwarz, Digital & Content Manager | atms
Markus Buchner | atms
Eva Maria Möseneder | atms
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